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<title>Softwarepatente</title>
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$Id: softwarepatente.html,v 1.2 2005/07/04 06:25:18 floeff Exp $
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<h3>Softwarepatente - was ist das und warum ist das Thema auch f&uuml;r ein Open Source-Projekt wichtig?</h3>
<p>Vorbemerkung: Das Thema ist &auml;u&szlig;erst komplex und kann an dieser Stelle nur schlaglichtartig betrachtet werden.</p><br>
<h4>Begriffsbestimmungen</h4>
&nbsp;&nbsp;<b>Patente</b>
<p>Ein <b>Patent</b> ist ein gewerbliches Schutzrecht, das dem Inhaber ein zeitlich befristetes ausschlie&szlig;liches Recht (=Monopol) zur gewerblichen Nutzung eines technischen Verfahrens oder eines technischen Produkts gew&auml;hrt. Zitiert nach dem <a href="http://www.ilexikon.com/Patent.html" target="_blank">ilexikon</a>. Das Patentrecht wird im Patentgesetz geregelt.</p>
<p>Ein Patent soll dem Sch&ouml;pfer des technischen Produkts erm&ouml;glichen, einen Gewinn aus der vorher geleisteten Arbeit zu ziehen und anderen untersagen, sich dieser Erfindung zu bem&auml;chtigen und daraus Kapital zu schlagen, ohne vorher jedoch investiert zu haben.</p>
<p>Patente sind nicht die einzigen Schutzrechte, die geistige Sch&ouml;pfungen genie&szlig;en k&ouml;nnen. So sind zum Beispiel auch Texte nicht herrenlos, sondern verf&uuml;gen &uuml;ber einen Urheber, der wiederum bestimmen kann, was mit seinen Texten geschieht, wenn er sie denn ver&ouml;ffentlicht. Dieses Recht hei&szlig;t Verwertungsrecht. Das ist im <a href="http://www.ilexikon.com/Urhebergesetz.html" target="_blank">Urhebergesetz</a> geregelt.</p><br>
&nbsp;&nbsp;<b>Freie Lizenzen</b>
<p>Wir Open Source-Bef&uuml;rworter regeln die Art, wie unsere geschriebenen Texte verwertet werden d&uuml;rfen, mittels so genannter freier Lizenzen. Im Falle der OpenOffice.org-Dokumentationen verwenden wir in aller Regel die Public Documentation Licence, kurz <a href="//licenses/PDL.html" target="_blank">PDL</a>. Im Gegensatz zu den ausschlie&szlig;end wirkenden Rechten regeln die freien Lizenzen die gemeinsame Nutzung und laden zum Ver&auml;ndern und Mitmachen ein. Jeder, der will, kann solche Texte auch kommerziell nutzen, kann jedoch einen anderen nicht von den gleichen Rechten ausschliessen.</p>
<p>Auch Computerprogramme werden von Open Source-Bef&uuml;rwortern unter freie Lizenzen gestellt.</p>
<p>Eigentlich sind Computerprogramme auch nur Text. Texte, die in einer menschenlesbaren Spezialsprache geschrieben werden. Erst der so genannte Compilerlauf macht aus dem menschenlesbaren Text ein Programm, das der Computer versteht und abarbeiten kann. Der Text eines Computerprogramms hei&szlig;t Quelltext bzw. Sourcecode.</p><br>
&nbsp;&nbsp;<b>Softwarepatente</b>
<p>Bisher war es somit &uuml;blich, Computerprogramme dem Schutz des Urheberrechts zu unterstellen. Nachzulesen zum Beispiel in einem <a href="http://www.bundestag.de/bic/analysen/2005/2005_04_13.pdf" target="_blank">Dokument</a> des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.</p>
<p>Leider ist es in anderen Teilen der Welt, vorwiegend den USA und Japan &uuml;blich, auch Ideen, Algorithmen und Gesch&auml;ftsmethoden als Erfindungen anzusehen und darauf Patente zu erteilen. Diese Praxis ist vom Europ&auml;ischen Patentamt entgegen der g&uuml;ltigen gesetzlichen Regelung ganz allm&auml;hlich &uuml;bernommen worden, was jedoch nach Art. 52 EP&Uuml; nicht zul&auml;ssig ist. Der F&ouml;rderverein f&uuml;r eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (<a href="http://www.ffii.org/index.de.html" target="_blank">FFII</a>) hat die <a href="http://swpat.ffii.org/papiere/eubsa-swpat0202/kinv/index.de.html" target="_blank">hier</a> einige Informationen zu dieser komplexen Problematik zusammengestellt.</p>
<p>Welche Patente bereits erteilt wurden, l&auml;&szlig;t sich im <a href="http://patinfo.ffii.org/patente.html" target="_blank">Patentgruselkabinett</a> anschauen.</p>
<p>M&auml;chtige Interessengruppen setzen sich nun schon seit Jahren f&uuml;r eine Erneuerung der Definition ein, was patentierbar ist. Noch gilt, dass Algorithmen, Gesch&auml;ftsmethoden und Programme f&uuml;r Datenverarbeitungsanlagen keine Erfindungen im Sinne des Patentrechts sind. Doch weitgehend von der &Ouml;ffentlichkeit unbeachtet wurde die Richtlinie zur "Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen" am 20. Februar 2005 von der Europ&auml;ischen Kommission verabschiedet und soll nun am 5. Juli in 2. Lesung vom Europ&auml;ischen Parlament best&auml;tigt werden.</p>
<p>Die ungen&uuml;genden Formulierungen dieser Richtlinie w&uuml;rden dem Patentwahn T&uuml;r und Tor &ouml;ffnen und das Arbeiten als Software-Entwickler, sei es nun im nichtkommerziellen oder dem kommerziellen Umfeld der Software-Entwicklung risikoreich gestalten. Nur gro&szlig;e Unternehmen w&auml;ren in der Lage, sich durch Cross-Lizenzabkommen von den Anspr&uuml;chen anderer Unternehmen <i>freizukaufen</i>. Einzelentwickler und KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) blieben au&szlig;en vor.</p><br>
&nbsp;&nbsp;<b>Nein zu Softwarepatenten</b>
<p>Daher ist das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org gegen die Einf&uuml;hrung der so genannten Softwarepatente und will auf dieser Seite auf die Problematik hinweisen.</p><br>
<b>Weiterf&uuml;hrende Links</b>
<ul>
<li>F&ouml;rderverein f&uuml;r eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V.<br />
<a href="http://www.ffii.org/index.de.html" target="_blank">http://www.ffii.org/index.de.html</a></li><br />
<li>Informationen des FFII direkt zur Entscheidung im Parlament<br />
<a href="http://swpat.ffii.org/index.de.html" target="_blank">http://swpat.ffii.org/index.de.html</a></li><br />
<li>NoSoftwarePatents.com<br />
<a href="http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html" target="_blank">http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html</a></li><br />
<li>Patentfrei<br />
<a href="http://www.patentfrei.de" target="_blank">http://www.patentfrei.de</a></li><br />
<li>Unternehmer gegen Softwarepatentierung<br />
<a href="http://www.stop-swpat.de" target="_blank">http://www.stop-swpat.de</a></li><br />
<li>Das Gruselkabinett der Sortwarepatente<br />
<a href="http://patinfo.ffii.org/patente.html" target="_blank">http://patinfo.ffii.org/patente.html</a></li><br />
<li>Institut f&uuml;r Rechtsfragen der Freien und Open Source-Software<br />
<a href="http://www.ifross.de" target="_blank">http://www.ifross.de</a></li><br />
<li>Deutsches Patent- und Markenamt<br />
<a href="http://www.dpma.de" target="_blank">http://www.dpma.de</a></li><br />
<li>Europ&auml;isches Patentamt<br />
<a href="http://www.european-patent-office.org/index.de.php" target="_blank">http://www.european-patent-office.org/index.de.php</a></li>
</ul>
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